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45.000 Fans bejubelten Metallica-Auftritt
Da, wo sonst blau und weiß regiert, dominierte diesmal die Farbe schwarz: 45.000 Fans hatten sich am 10. Juni in der Arena AufSchalke eingefunden, um den Auftritt der wohl erfolgreichsten Heavy-Metal-Band der letzten 20 Jahre zu verfolgen. Ganz stilecht stimmten sich die Zuschauer mit "La-Ola"-Wellen ein, bis endlich die vier Amerikaner die Bühne betraten.
"Schalke, are you with us?" Auf diese einleitende Frage erntete Metallica-Frontmann James Hetfield nur einen begeisterten Aufschrei der Fans. In der Folge bot die Band ihren Anhängern einen zweieinviertelstündigen Querschnitt durch alle ihre elf bislang veröffentlichten Alben und brachte damit Europas modernstes Stadion zum Kochen. Schon beim eröffnenden "Blackened" verwandelte sich der Innenraum in eine brodelnde Masse. Als dann der darauf folgende Song "Fuel" mit hohen Feuersäulen und Pyro-Effekten begleitet wurde, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr.
Was sich schon mit der Veröffentlichung des Albums "St. Anger" im letzten Jahr angedeutet hatte, setzen James Hetfield und seine Mitstreiter Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo auch in Gelsenkirchen fort. Es dominierten zur offensichtlichen Freude der Fans eindeutig die härteren Töne.
Dabei griffen Metallica erstaunlich häufig auf Werke aus ihrer frühen Schaffensphase zurück. Vom aktuellen Album waren lediglich zwei Stücke vertreten. So bot das Konzert einen rasanten Querschnitt durch die verschiedenen Schaffensperioden der Band. Ob das vom Debütalbum stammende "The Four Horsemen", das lautstark vom Publikum mitgesungene "Sad But True", "Battery" oder "Wherever I May Roam" - sowohl die "ganz alten" als auch für die jugendlichen Metallica-Fans war etwas dabei.
Gänsehaut-Atmosphäre kam auf, als sich die Arena beim größten aller Metallica-Hits "Nothing Else Matters" in ein Meer aus Feuerzeugen verwandelte. Typisch für den Power-Rock von Metallica 2004: Dieser Ballade folgte das brettharte "Master of Puppets". Den Fans war es recht und so blieb es nicht aus, dass Hetfield und Co gleich mehrere Zugaben geben musste.
Bei "Enter Sandman" verwandelte sich der gesamte Arena-Innenraum in eine hüpfende Masse, ehe die Band ihren Fans mit dem vorher noch nie in Deutschland live gespielten "Metal Militia" noch eine echte Premiere bot. "Seek And Destroy" beschloss einen unvergesslichen Abend, nach dem die Fans erschöpft, aber glücklich die Arena verließen. Metallica hatten wieder einmal bewiesen, dass sie zu Recht als großartige Live-Band gelten und auch nach mehr als 20 Jahren nichts an Power eingebüßt haben.
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