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Jonsson feiert Tagessieg beim Speedway auf Schalke

Am Ende eines spannenden Rennabends in der VELTINS-Arena stand ein überglücklicher Andreas Jonsson ganz oben auf dem Siegerpodest. Im 100. Grand-Prix-Lauf seit Einführung der Speedway-WM-Serie sicherte sich der Schwede mit der Tagesbestzeit von 56,9 Sekunden den mit 100.000 US-Dollar dotierten ersten Platz vor Greg Hancock aus den USA und Jason Crump aus Australien.

Mit dem dritten Rang in Gelsenkirchen gelang "Crumpie", wie der Australier liebevoll von seinen Fans genannt wird, auch in der WM-Gesamtwertung der Sprung auf Platz drei. Nicki Pedersen aus Dänemark hatte sich bereits vor drei Wochen den WM-Titel sichern können. Auch der Vize-Weltmeister stand schon im Vorfeld des prestigeträchtigen 100. Rennens fest. Crumps Landsmann Leigh Adams hatte diesen Titel unter Dach und Fach gebracht.

Die Tatsache, dass es in der WM-Wertung folglich "nur" noch um den dritten Platz ging, nahm der letzten WM-Runde der FIM Speedway Grand Prix Series keineswegs den Reiz. Eine mit mehr als 20.000 motorsportbegeisterten Fans gefüllte VELTINS-Arena bot eine stimmungsvolle Kulisse, vor der sich die 16 besten Speedway-Fahrer dieser Saison messen konnten. Bereits in den 20 Ausscheidungs-Rennen, in denen die besten acht Fahrer für die beiden Semi-Finals ermittelt wurden, wurde in packenden Duellen um jeden Zentimeter der Strecke gefightet.

Spätestens als im ersten Semi-Finale Greg Hancock (USA), Nicki Pedersen (DEN), Rune Holta (POL) und Andreas Jonsson (SWE) auf die Strecke gingen, hielt es keinen der Zuschauer mehr auf den Sitzen. Hancock und Jonsson qualifizierten sich in einem packenden Durchgang für die Endrunde dieses Abends. Weltmeister Pedersen, der in den letzten zwei Wochen aufgrund einer Schulterverletzung keine Rennen absolvieren konnte und auch heute nicht in bester Verfassung war, wurde nach einem guten Start in der letzten Runde überraschend langsamer und musste sich hinter Holta auf dem letzten Platz des Semi-Finals einreihen. Da er den Titel schon sicher hatte, tat das seiner guten Stimmung jedoch keinen Abbruch.

Im zweiten Semi-Finale mussten Jason Crump (AUS), Bjarne Pedersen (DEN), Hans Andersen (DEN) und Leigh Adams (AUS) gegeneinander antreten. In der zweiten Kurve brach die Maschine von Andersen aus, so dass der Däne böse stürzte und seinen Landsmann Pedersen gleich mit zu Boden riss. Pedersen konnte zum Restart dieses Semi-Finals antreten, doch Andersen musste passen, da er als Sturz-Verursacher ausgeschlossen wurde. Nach dem Restart entschied Adams dieses zweite Semi-Finale für sich, indem er vor seinem Landsmann Crump und Bjarne Pedersen über die Ziellinie fuhr.

Pünktlich um 22.00 Uhr gingen die vier Finalisten Hancock, Jonsson, Adams und Crump auf die Strecke. Mit der Tagesbestzeit verwies der Schwede Jonsson die Konkurrenz auf die Plätze zwei bis vier und konnte sich somit über die höchste Siegesprämie in der Geschichte der FIM Speedway Grand Prix Series freuen.



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