Guter Abschluss für das deutsche Biathlon-Team

15.03.2016, 16:02 Uhr

Die Biathlon-WM in Oslo ist zu Ende. Die Teams aus Frankreich und Norwegen waren in diesem Jahr sehr erfolgreich. Für Deutschland sorgte Laura Dahlmeier für eine gute Bilanz.


Die Biathlon-WM in Oslo ist zu Ende. Die Teams aus Frankreich und Norwegen waren in diesem Jahr sehr erfolgreich. Für Deutschland sorgte Laura Dahlmeier für eine gute Bilanz. Mit fünf Medaillen musste sie sich nur einer Starterin geschlagen geben.

Für die deutschen Damen war es das beste Ergebnis seit 2011. Bei den deutschen Herren lief es bei der WM am Holmenkollen nicht ganz so rund, ein Einzelerfolg blieb aus. Martin Fourcade dominierte fast bei jedem Wettkampf das Feld und zeigte eine erstklassige Leistung.



Deutsche Biathlon Hoffnung Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier gewann mit Gold in der Verfolgung, Silber im Massenstart sowie Bronze im Sprint, Einzel und der Staffel alles, nur die Französin Marie Dorin-Habert war mit sechs Medaillen noch erfolgreicher.

Die 22-jährige Dahlmeier ist gleichzeitig auch die erfolgreichste Starterin bei einer WM seit Magdalena Neuner. Gerade im Massenstartrennen, der Königsdisziplin, bewies sie Nervenstärke und kämpfte mit ihrer Konkurrentin Kaisa Mäkäräinen um die Silbermedaille. Auf der letzten Runde lieferten sich die beiden einen extrem spannenden Kampf, den die Deutsche erst auf der Zielgeraden gewinnen konnte. Nur wenige Zentimeter Vorsprung sicherten Laura Dahlmeier dann die Silbermedaille.


Das deutsche Team kann zufrieden sein

Insgesamt holten die deutschen Biathleten bei der WM sieben Medaillen. Mit dieser Ausbeute können die unsere Biathleten durchaus zufrieden sein. Im letzten Jahr triumphierten sie über fünf Medaillen. Frankreich führt den Medaillenspiegel dieser WM mit elf Edelmetallen an, vor Norwegen mit neun und Deutschland mit sieben. Leider erreichten die deutschen Herren keinen Einzelerfolg, das beste Ergebnis erzielte Arnd Peiffer mit dem fünften Platz beim Massenstartrennen. Der größte Erfolg für die Herren war die Silbermedaille der Staffel. Bei den Damen war das Verfolgerrennen der beste Wettbewerb, hier gewann Laura Dahlmeier Gold, Franziska Hildebrand erreicht den vierten Platz und Franziska Preuss landete auf dem sechsten Platz. Einen fantastischen zweiten Rang erlief sich die Mixed-Staffel mit Preuss, Hildebrand, Schempp und Peiffer. Die Mixed-Staffel ist vergleichbar mit dem Biathlon auf Schalke.

Martin Fourcade führte das Feld bei den Herren eindeutig an. Er sicherte sich insgesamt vier Goldmedaillen und eine Silbermedaille. Den erstmaligen „Grand Slam" mit Titeln in allen vier Einzelrennen konnte er nicht gewinnen. Der Norweger Johannes Thingnes Bø gewann im Massenstartrennen die Goldmedaille und ließ den Franzosen hinter sich. Auch hier wurde das Rennen erst auf den letzten Metern entschieden. Biathlon-Legende Ole Einar Bjørndalen heimste sich bei seinem Heimspiel den 20. WM-Titel ein. Auch im Sprint und in der Verfolgung war er erfolgreich. In seiner einzigartigen Karriere gewann er bisher 44 WM-Medaillen.

Insgesamt waren Martin Fourcade und Marie Dorin-Habert die auffälligsten Biathleten dieser WM. Beide sicherten sich übrigens auch den Sieg beim Biathlon auf Schalke im vergangenen Jahr.

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