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Peter Peters: Vorgehen der Stiftung Warentest ist mangelhaft

Die Stiftung Warentest hat heute Vormittag ihre Untersuchung unter dem Titel „Sicherheit in den WM-Stadien“ vorgestellt. Schalkes Vorstandsmitglied Peter Peters nahm zur Beurteilung der VELTINS-Arena Stellung. „Das Vorgehen der Stiftung Warentest war mangelhaft und hat nicht nur uns, sondern auch der Fußball-WM einen großen Imageschaden zugefügt.“

Peters kritisierte, dass sich die Stiftung Warentest - obwohl sie dazu aufgefordert wurde - bei ihren Untersuchungen nicht mit den zuständigen Behörden in Verbindung gesetzt hatte. „Weder die Feuerwehr noch das Bauordnungsamt sind zu Rate gezogen worden, noch sind das Sicherheitskonzept und diverse bestehende Gutachten zu eben diesem Konzept eingesehen worden. Dass bei solch einer Untersuchung keine Abstimmung erfolgt ist, verurteilen wir auf das Schärfste“, so Peters weiter.

In der Studie wurde kritisiert, dass in der VELTINS-Arena keine Entfluchtung in den Innenraum möglich sei. „Unser Sicherheitskonzept basiert darauf, dass jeder Besucher im Panikfall den Weg nimmt, über den er gekommen ist. Dieses Konzept wurde von Prof. Dr. Dietmar Hosser, einem der renommiertesten deutschen Fachmänner für Brandschutz, erstellt und durch weitere Gutachten bestätigt. Sollte die von der Stiftung Warentest aufgestellte These - dass die Besucher in den Innenraum entfluchten - richtig sein, dürfte es keine Stadien mit einem zweiten oder dritten Rang geben, da diese Besucher in einem Panikfall über die Brüstung stürzen würden“, sagte Peters.

Das Vorstandsmitglied des FC Schalke 04 kritisierte des Weiteren, dass die bestehenden Gesetze und Vorschriften für die Stiftung Warentest nicht ausreichend zu sein scheinen. Schließlich heißt es in der Studie, dass man bei so genannten Staudruckfallen bei einer Panik sowohl die Bauvorschriften als auch die FIFA-Sicherheitsrichtlinie für verfehlt halte. „Wir haben in Deutschland - im Vergleich zu unseren Nachbarländern - die mit Abstand härtesten Bauvorschriften und Sicherheitsbestimmungen“, betonte Peter Peters.

Auch dem Vorwurf, dass viele vermeidbare Brandlasten in den Hospitality-Bereichen zu finden seien, trat Peters energisch entgegen. „Wir haben gerade das Mobiliar in unseren Business-Bereichen intensiv testen müssen: mit einer für uns sehr positiven Beurteilung. Alle Maßnahmen des Brandschutzes wurden intensiv mit der Feuerwehr geplant.“ Insgesamt kam das Schalker Vorstandsmitglied zu dem Schluss: „Ich halte die Studie für verantwortungslos und Panikmache.“

Nach Bekanntwerden der Ergebnisse setzten sich gleich Vertreter des FC Schalke 04 als Stadionbetreiber und den verantwortlichen Behörden zusammen und diskutierten mögliche Konsequenzen. Peter Peters: „Wir sind nicht beratungsresistent, aber alle Beteiligten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir nichts ändern müssen. Das Stadion ist sicher.“

Nicht nur Schalkes Geschäftsführer Peter Peters lehnte das Vorgehen der Stiftung Warentest bei ihrer Studie „Sicherheit in Stadien“ ab, auch Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski kritisierte die Methoden des Unternehmens. „Sie haben sich zu keinem Zeitpunkt in Verbindung gesetzt. Das ist schon sehr verwunderlich. Immerhin ist die Stadt Bauordnungsträger der VELTINS-Arena.“

Baranowski führte drei Punkte an, die in seinen Augen gegen die Untersuchung sprechen. Erstens basiere das gesamte Bauvorhaben der multifunktionalen Spielstätte auf geltenden Richtlinien. „Es wurde streng darauf geachtet, dass alle Bestimmungen erfüllt werden“, sagte der Oberbürgermeister, der darüber hinaus die Kritik der Stiftung Warentest an dem Brandschutz in der VELTINS-Arena nicht nachvollziehen konnte. „Dem Gesamtbrandschutzkonzept liegt ein umfangreiches Brandschutzgutachten von Prof. Dr. Dietmar Hosser vom Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig zugrunde, das durch Realversuche in der Arena untermauert worden ist.“

In einem dritten Punkt äußerte sich Frank Baranowski kritisch darüber, dass die Wertung der Stiftung Warentest auf der Grundannahme beruht, dass Bauvorschriften und FIFA-Sicherheitsrichtlinien nicht geeignet seien und ein Entfluchtung nur in den Innenraum möglich ist. „Diese Grundannahme der Stiftung Warentest halten wir allerdings für falsch. Damit ist auch dieser Wertung der Boden entzogen.“

Baranowski kam genau wie Peter Peters zu dem Schluss, dass die VELTINS-Arena ein „sicheres Stadion“ sei. „Es gibt für uns keinen Zweifel an der Richtigkeit der Baugenehmigung.“



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